Partnerschaft für Demokratie
Neumünster

Aktuelles

 

3. Demokratiekonferenz fand an 23. Mai statt!

Am 23. Mai fand in Neumünster 3. Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie statt. Ca. 80 TeilnehmerInnen besuchten die Veranstaltung. Nach der Anmeldung hatten alle die Möglichkeit Infotische zu besuchen und die Projekte kennenzulernen, die im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie in den Jahren 2018-2019 gefördert wurden. Malworkshops, Infoveranstaltungen, Videos und Theaterstücke – so konnte sich jeder inspirieren lassen oder sich einfach informieren, was in Neumünster bisher stattfand. Außerdem bot die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Neumünster eine Möglichkeit sich über die mögliche Förderung im Rahmen des Programmes „Demokratie leben!“ zu informieren.

Die Konferenz wurde mit der herzlichen Begrüßung vom Ersten Stadtrat Herr Carsten Hillgruber eröffnet. Danach folgte eine kurze Rede von Frau Marianne Witt vom Landesdemokratiezentrum Schleswig-Holstein. Unter anderen kündigte Frau Witt an, dass die zweite Förderperiode des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ 2020 beginnt und dass in der nahen Zukunft hoffentlich mehr Partnerschaften für Demokratie in Schleswig-Holstein entstehen werden.

„Die superdiverse Stadt“ – der Titel des Vortrages von Dr. Jens Schneider (Universität Osnabrück) machte vielen neugierig. Dr. Schneider sprach über demographische Megatrends, über Minderheiten, die seit vielen Jahren schon eine Mehrheit sind, über Fragen von Alter und Migrationshintergrund.

Nach dem Vortrag hatten alle TeilnehmerInnen die Möglichkeit an einem von vier verschiedenen Workshops teilzunehmen:

WORKSHOP 1 „Wer Courage hat, soll es zeigen“ - Ein Workshop zur Zivilcourage für Jugendliche (Udo Gerigk, KAST e.V.)

WORKSHOP 2 „Veränderungen in der Kommunalverwaltung durch Veränderungen in der Bevölkerung“ (Dr. Jens Schneider, Universität Osnabrück)

WORKSHOP 3 „Was berichten die denn da? Chancen und Grenzen des Journalismus in der Demokratie“ (Lukas Knauer, NDR Flensburg)

WORKSHOP 4 „Demokratie selber gestalten Ein kreativer Workshop zum Mitmachen“ (Olga Sazonova, Nilgün Kiroğlu, Türkische Gemeinde in Neumünster e.V.)

Die Workshopthemen wählten die Organisatoren basierend auf dem Feedback aus dem vorherigen Jahr. So gab es einen Workshop für Jugendliche, einen kreativen Workshop und zwei Workshop zu in Neumünster aktuellen Themen. Am Ende der Veranstaltung gab es die Möglichkeit sich bei einem Imbiss zu vernetzen, Ideen und Impressionen auszutauschen.

Das Team der Partnerschaft für Demokratie Neumünster bedankt sich herzlich bei allen, die an dieser Konferenz teilgenommen haben.

Projektförderung. Fristen 2019

Sehr geehrte Antragssteller,

die Partnerschaft für Demokratie Neumünster will Sie gerne über die Fristen zur Antragstellung im Jahr 2019 informieren:

Begleitausschuss am 29.01.2019 (Antragstellung bis zum 15.01.2019)

Begleitausschuss am 19.03.2019 (Antragstellung bis zum 05.03.2019)

Begleitausschuss am 25.06.2019 (Antragstellung bis zum 11.06.2019)

Begleitausschuss am 01.10.2019 (Antragstellung bis zum 17.09.2019)  

Bitte beachten Sie, dass die Anträge, die nach Ablauf der Frist die Koordinierungsstelle erreichen, erst bei der nächsten Begleitausschusssitzung berücksichtigt werden.

Sollten Sie Hilfe bei der Antragstellung benötigen oder weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Frau Olga Sazonova von der Koordienirungs- und Fachstelle.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Partnerschaft für Demokratie Neumünster

Holsteinischer Courier über uns: Einsatz für mehr Demokratie

Knapp 70 Teilnehmer diskutieren im Kiek In über Pädagogik, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus im Internet.

Seit Ende 2017 nimmt Neumünster am Bundesprogramm „Demokratie leben!“ teil. Zahlreiche Projekte wurden seitdem gefördert und organisiert. Bei der 2. Demokratiekonferenz am Donnerstagabend diskutierten knapp 70 Teilnehmer in vier Workshops nun erneut über das Thema.

Zunächst wurden die bereits erfolgreich laufenden oder abgeschlossenen sieben Projekte präsentiert. Dazu zählen unter anderem das Freie Radio und Neumünster-TV, das in mehreren Sprachen Nachrichten aus der Stadt sendet und so vor allem auch Zuwanderer und Migranten informieren möchte.

Im Anschluss ging es dann in Arbeitsgruppen an konkrete Ideen und weitere Projekte. So lud Theaterpädagogin Nadeshda Gerdt aus Kiel zu einem Theater-Erlebnis ein. Tim Gijsemans vom Landesverband der Arbeiterwohlfahrt und Antja Groeneveld von der Aktion Kinder- und Jugendschutz (AKJ) berichteten über Rechtspopulismus in Deutschland und Europa, Lasse von Bargen, ebenfalls von der AKJ, über Rechtsextremismus im Internet. Und: Mark Sauer von der Stadt Ratzeburg gab einen Einblick in die Erfahrungen mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ in anderen Kommunen.

„Wir planen in Neumünster zwei neue Projekte im August und weitere zum Jahresende hin“, erklärte Olga Sazonova von der Koordinierungs- und Fachstelle Partnerschaft für Demokratie, die bei der Türkischen Gemeinde angesiedelt ist. Mit der Besucherzahl der Konferenz war sie ebenso zufrieden wie Mitorganisator Andreas Leimbach.

Besucherin Elisabeth Dannenmann, Leiterin der ersten Demokratie-Kita in Neumünster, der Kita Zwergenland, lobte die Arbeit. „Es ist gut, sich bei einem so wichtigen Thema weiter zu vernetzen.“ Die Kita plant aktuell eine Aktion mit dem Friedensforum zum Thema Frieden.

Text: Christian Lipovsek

Quelle: https://www.shz.de/20013377

Bericht der 2. Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie Neumünster

Im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Neumünster fand am 31. Mai in Neumünster die 2. Demokratiekonferenz statt. Ca. 70 Leute nahmen an der Veranstaltung teil.

Die Veranstalter, die Stadt Neumünster und die Koordinierungs-und Fachstelle, hatten ein buntes und vielfältiges Programm vorbereitet. Am Anfang der Veranstaltung begrüßte der erste Stadtrat Carsten Hillgruber alle Teilnehmer herzlich. Dann wurden lokale Projekte, die im Rahmen der Partnerschaft finanziert wurden, vorgestellt. So präsentierte zum Beispiel die Bulgarische Gemeinschaft das leckere Projekt „Die Küche der Roma“, das durch gemeinsames Kochen Stereotypen gegen Roma bekämpfen soll. Das Freie Radio Neumünster stellte einen interkulturellen Radioworkshop vor und die Türkische Gemeinde in Neumünster präsentierte ein eigenes Projekt – Neumünster TV – ein lokaler Sender, der Nachrichten über aktuelle Themen in acht verschiedenen Sprachen sendet.

Danach hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit an vier spannenden Workshops teilzunehmen. „Theaterpädagogik“, „Rechtpopulismus in Netz“, „Rechtsextremismus in Deutschland und Europa“ und „Blick über den Tellerrand“ standen zur Auswahl. Die Workshops waren praxisorientiert. Im Theaterpädagogik Workshop bot beispielsweise die Leiterin Nadeschda Gerdt die Möglichkeit, sich kleine Szenen zum Thema Freiheit, Transparenz und Gewaltfreie Streitkultur von den Teilnehmenden auszudenken und vorzuspielen. Das diente dazu, dass die Teilnehmer sich besser in die Situation hineinversetzen konnten. „Es wurde nach den Szenen darüber gesprochen wie schnell man z.B. psychische Gewalt auch in einem Streit einsetzt um das zu bekommen, was man möchte oder wie wir in unserem Arbeitsalltag durch zunächst kleine Dinge, die sich dann vermehren können unsere Freiheit eingeschränkt werden kann“ - berichtete später Frau Gerdt. „Rechtspopulismus im Netz“ und „Rechtsextremismus in Deutschland und Europa“ wurden vom AWO Landesverband e.V. und Aktion Kinder und Jugendschutz Schleswig-Holstein geleitet. Die zwei Workshops beschäftigten sich mit aktuellen Themen von rechtsextremen Parteien und deren Rolle für die demokratische Entwicklung. Dazu wurden bei der Diskussion reale Beispiele zum Thema Rechtpopulismus und Rechtsextremismus aus dem Alltag der Teilnehmer besprochen. Der „Blick über den Tellerrand“ mit Mark Sauer, der bei der Partnerschaft für Demokratie in Stadt Ratzeburg aktiv ist, bot die Möglichkeit von den Erfolgen und Schwierigkeiten der Anderen zu lernen, Fragen zu stellen und zukünftige Zusammenarbeit zu schaffen.

Nach den intensiven Workshopdiskussionen gab es die Möglichkeit sich bei einem leckeren Imbiss zu unterhalten und neue Projektideen auszutauschen. Um die künftigen Veranstaltung noch besser und transparenter zu gestalten, gab es die Möglichkeit einen Feedbackbogen auszufüllen.

Die ersten Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Veranstaltung gut angekommen ist. Ein wichtiger Kritikpunkt ist es, dass die Politik, trotz Einladung, bei der Veranstaltung unterrepräsentiert war. Die Steuerungsgruppe und der Begleitausschuss der Partnerschaft werden sich bemühen, die nächste Veranstaltung für die Politik attraktiver zu gestalten! Ein detaillierter Bericht über die Ergebnisse des Feedbackbogens wird in Kürze veröffentlicht.

Bericht der 1. Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie Neumünster

Als Auftaktveranstaltung der Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Projektes „Demokratie leben!“ wurde die 1. Demokratiekonferenz am 14.12.2017 durchgeführt. Veranstaltungsort war das Kiek in!, ein Tagungszentrum in der Stadtmitte von Neumünster, einer kreisfreien Stadt mit ca. 80.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Zentrum von Schleswig-Holstein.

80 interessierte Neumünsteranerinnen und Neumünsteraner hatten sich angemeldet, um Informationen über das Projekt zu bekommen und sich inhaltlich an einem der fünf Thementische zu beteiligen. Ca. 100 Personen nahmen an der Demokratiekonferenz teil.

Informationsstände (Kieler- Anti-Gewalt und Sozialtraining, Türkische Gemeinde, Runder Tisch für Toleranz und Demokratie der Stadt Neumünster, Forum der Vielfalt) und ein Begrüßungscafé empfingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Beginn der Veranstaltung. Nach der Begrüßung durch den ersten Stadtrat Carsten Hillgruber, der maßgeblich dazu beigetragen hatte, das Projekt in Neumünster zu initiieren, informierte Alexander Klier (Programmberater BAFzA) über die Rahmenbedingungen des Bundesprogramms.

Eilean Layden (Koordinierungsstelle Integration Stadt NMS) und Andreas Leimbach (Geschäftsführer Runder Tisch für Toleranz und Demokratie Stadt NMS) berichteten über die bisherigen Aktivitäten des Programms in Neumünster und über die lokalen Fördermöglichkeiten von Veranstaltungen und Projekten. Tufan Kıroğlou, (Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Neumünster e.V).beendete die Reihe der Ansprachen. Die Türkische Gemeinde in Neumünster e.V. ist Träger der Koordinierungs- und Fachstelle des Projektes in Neumünster. Durch die Zusammenarbeit mit dem Kieler Antigewalt- und Sozialtraining ist es gelungen einen Projektträger zu finden, der aufgrund seiner Arbeit über beste Kontakte zu verschiedenen Kooperationspartnern im Bereich der Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, aus dem Bereich der Gewaltprävention und dem Bereich der Arbeit mit extremistischen Ideologien verfügt, die zur Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes gewonnen werden sollen.

Die Palette der Thementische im Rahmen der Demokratiekonferenz reichte von den Themen „Ein Teil von Neumünster – muslimische Community“, „Umgang mit Rechtspopulismus“, „Diskriminierung (k)ein Thema für Neumünster?“ bis zum Thema „Luxus Demokratie – Können wir uns die noch leisten?“. Ein weiterer Thementisch war für Themen reserviert, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sonst noch wichtig waren. Hier wurden z.B. die Themen Politik und interreligiöser Dialog genannt.

An allen Thementischen wurde lebendig diskutiert. Wie aktuell die Auswahl der Themen war zeigte sich am Themen-Tisch „Umgang mit Rechtspopulismus“. Eine der Teilnehmerinnen vertrat offen rechtspopulistische Ansichten, die von den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern empört zurückgewiesen wurden. Hier zeigte sich im Laufe der Diskussion wie schwierig es ist, auf rechtspopulistische, bzw. rechtsextreme Argumente zu reagieren, wenn es gilt, demokratische Strukturen zu verteidigen.

Wie in anderen Städten und Gemeinden bildet die Demokratiekonferenz den Auftakt für weitere Aktivitäten im Rahmen des Projektes „Demokratie leben!“. Die Demokratiekonferenz führte unterschiedliche Altersgruppen von Jugendlichen bis zu Senioren und Seniorinnen zusammen. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Wohlfahrtsverbände fanden sich ebenso unter den Teilnehmenden, wie interessierte Privatpersonen, Mitglieder verschiedener Parteien, Religionsgemeinschaften und Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.